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Brennwert Holz | Tabelle | 1 Kg | 1 RM | Buche | Birke | Erle | Eiche

Brennwert für Holz als Tabelle für alle Holzsorten (1 Kg und 1 RM)

21.11.2023 | Autor: Kevin Schwabe

In diesem Blogbeitrag widmen wir uns einem Thema, das für viele Haushalte von großer Bedeutung ist: dem Brennwert von Holz. Holz ist eine der ältesten und nachhaltigsten Energiequellen der Menschheit. Ob in Form von Scheiten im Kamin oder als Pellets in modernen Heizanlagen, Holz spielt eine zentrale Rolle in der ökologischen und effizienten Wärmeerzeugung.

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Brennwerte im Überblick

Jede Holzart hat ihre eigenen charakteristischen Eigenschaften, die ihren Brennwert beeinflussen. Diese Eigenschaften sind entscheidend, wenn es darum geht, die richtige Holzart für spezifische Heizzwecke auszuwählen. Die folgende Tabelle veranschaulicht dies (Holzsorte alphabetisch geordnet):

HolzsorteDichte (g/cm³)Brennwert pro RM (kWh/RM)Brennwert pro SRM (kWh/SRM)Brennwert pro Kg (kWh/kg)
Ahorn0,59 - 0,621700 - 21001190 - 14703,9 - 4,3
Birke0,61 - 0,651700 - 21001190 - 14704,1 - 4,5
Buche0,68 - 0,721900 - 23001330 - 16103,8 - 4,2
Douglasie0,47 - 0,511500 - 19001050 - 13304,2 - 4,6
Eiche0,65 - 0,691900 - 23001330 - 16104,0 - 4,4
Erle0,51 - 0,551300 - 1700910 - 11903,9 - 4,3
Esche0,65 - 0,691900 - 23001330 - 16103,9 - 4,3
Fichte0,43 - 0,471300 - 1700910 - 11904,3 - 4,7
Kastanie0,51 - 0,551800 - 22001260 - 15404,0 - 4,4
Kiefer0,49 - 0,521500 - 19001050 - 13304,2 - 4,6
Kirsche0,57 - 0,601600 - 20001120 - 14004,1 - 4,5
Linde0,49 - 0,531300 - 1700910 - 11904,0 - 4,4
Lärche0,55 - 0,591500 - 19001050 - 13304,2 - 4,6
Pappel0,41 - 0,451000 - 1400700 - 9803,9 - 4,3
Robinie0,73 - 0,771900 - 23001330 - 16103,9 - 4,3
Tanne0,41- 0,451200 - 1600840 - 11204,2 - 4,6
Ulme0,64 - 0,681700 - 21001190 - 14703,9 - 4,3
Weide0,52 - 0,561200 - 1600840 - 11203,9 - 4,3

Beim Vergleich der Brennwerte zeigt sich, dass einige Holzarten wie Buche und Eiche einen höheren Brennwert/RM haben, was sie zu einer beliebten Wahl für langanhaltende und intensive Wärme macht. Andererseits haben leichtere Holzarten wie Pappel und Weide einen niedrigeren Brennwert/RM, können aber für schnelle und kurzzeitige Wärme sorgen. Die Wahl der richtigen Holzart hängt also stark von Ihren spezifischen Heizbedürfnissen und -präferenzen ab.

Was ist der Brennwert?

Der Brennwert, oft auch als oberer Heizwert bezeichnet, ist die Energiemenge, die freigesetzt wird, wenn Holz vollständig verbrennt. Er umfasst die Energie, die sowohl in den festen Bestandteilen des Holzes als auch im enthaltenen Wasser gespeichert ist.

Der Brennwert wird in Kilowattstunden pro Kilogramm (kWh/kg) oder pro Raummeter (kWh/RM) angegeben. Ein Kilogramm bezieht sich auf das Gewicht des Holzes, während ein Raummeter das Volumen eines Holzstapels misst. Beide Einheiten sind entscheidend, um den Brennwert verschiedener Holzsorten zu verstehen und zu vergleichen.

Faktoren, die den Brennwert von Holz beeinflussen

Der Brennwert von Holz wird von mehreren Schlüsselfaktoren beeinflusst, die entscheidend für seine Effizienz als Brennstoff sind. Zu den wichtigsten gehören der Trocknungsgrad, die spezifische Holzart und die Dichte des Holzes. Jeder dieser Faktoren spielt eine zentrale Rolle bei der Bestimmung, wie viel Energie das Holz beim Verbrennen freisetzt und wie effektiv es als Wärmequelle dient.

Restfeuchte

Die Restfeuchte des Holzes ist ein entscheidender Faktor für seinen Brennwert. Feuchtes Holz enthält einen hohen Wasseranteil, der die Energieeffizienz beim Verbrennen erheblich mindert. Wasser im Holz muss zuerst verdampfen, bevor das Holz effektiv brennen kann, was zusätzliche Energie verbraucht. Vollständig getrocknetes Holz, auch als kammergetrocknet bezeichnet, hat einen deutlich höheren Brennwert, da mehr Energie für die Wärmeerzeugung statt für die Verdampfung von Wasser verwendet wird.

Brennwert von Brennholz - in Abhängigkeit des Wassergehaltes
© brennio.de | Der Brennwert wird maßgeblich vom Wassergehalt beeinflusst.

Restfeuchte ermitteln

Es gibt mehrere Methoden, den Restfeuchte-Wert Ihres Brennholzes zu ermitteln. Im folgenden Video werden folgende 5 Möglichkeiten gezeigt: 1) Trockenschrank, 2) Ansprechen, 3) Klang, 4) Feuchtigkeitsmessgerät, 5) Spüli/Spuck-Blasen-Test

Youtube Video Brennholz Restwasser Test: TOP 5 Methoden

Brennholz Restwasser Test: TOP 5 Methoden

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Holzart

Die Art des Holzes spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle für seinen Brennwert. Unterschiedliche Holzarten haben aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und Struktur unterschiedliche Brennwerte. Harthölzer wie Buche oder Eiche weisen in der Regel einen höheren Brennwert auf als Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer. Dies liegt daran, dass Harthölzer dichter sind und einen geringeren Anteil an luftgefüllten Poren haben, was zu einer längeren und heißeren Verbrennung führt.

Holzdichte

Die Holzdichte ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Brennwert beeinflusst. Dichteres Holz enthält mehr brennbare Substanz pro Volumeneinheit und bietet daher einen höheren Brennwert. Ältere Bäume oder solche, die unter optimalen Bedingungen gewachsen sind, neigen dazu, dichteres und härteres Holz zu haben, was zu einem höheren Brennwert führt. Außerdem ist die Dichte ebenfalls von der Holzart abhängig. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Dichte, desto höher der Brennwert, was eine effizientere und nachhaltigere Wärmequelle ermöglicht.

Neben dem Trocknungsgrad, der Holzart und der Holzdichte gibt es noch weitere wichtige Faktoren, die den Brennwert von Holz beeinflussen:

  • Schnitt- und Lagerungsweise: Die Art und Weise, wie das Holz geschnitten und gelagert wird, beeinflusst seine Trocknung und damit seinen Brennwert. Holz, das in kleinere Stücke gespalten und gut belüftet gelagert wird, trocknet schneller und effizienter.

  • Rindenanteil: Holz mit einem höheren Rindenanteil hat in der Regel einen geringeren Brennwert, da Rinde mehr Feuchtigkeit enthält und weniger dicht ist als das Kernholz.

  • Harzgehalt: Bestimmte Holzarten wie Kiefer und Lärche haben einen höheren Harzgehalt, der den Brennwert erhöhen kann. Harzreiches Holz brennt heißer, kann aber auch zu Funkenflug führen.
Faktoren Brennwert
© brennio.de | Faktoren, die den Brennwertes des Holzes beeinflussen können.

Warum zwei Maßeinheiten für den Brennwert?

Wenn Sie die verschiedenen Arten von Brennholz vergleichen wollen, ist der Brennwert essenziell. Die Angabe des Brennwerts von Holz sowohl in Raummeter (RM) als auch in Kilogramm (kg) ist aus folgenden Gründen sinnvoll:

  • Verschiedene Maßeinheiten für unterschiedliche Bedürfnisse: Die Angabe in Raummeter (RM) ist nützlich, da Holz häufig in dieser Einheit verkauft und gelagert wird. Ein Raummeter bezieht sich auf den Raum, den eine bestimmte Menge an geschichtetem Holz einnimmt. Die Angabe des Brennwerts in Kilogramm hingegen bietet eine genauere Grundlage für den Vergleich des Energieinhalts verschiedener Holzarten, unabhängig von deren Volumen oder Schichtung.
  • Berücksichtigung der Dichte: Verschiedene Holzarten haben unterschiedliche Dichten. Ein Raummeter von zwei verschiedenen Holzarten kann das gleiche Volumen einnehmen, aber aufgrund unterschiedlicher Dichten ein unterschiedliches Gewicht haben. Der Brennwert pro Kilogramm gibt einen direkteren Einblick in den Energiegehalt des Holzes selbst, unabhängig vom Volumen.
  • Praktische Anwendungen: Für Konsumenten, die Holz kaufen, kann die Angabe in Raummeter praktischer sein, da sie oft eine Vorstellung davon haben, wie viel Platz sie für die Lagerung des Holzes haben. Die Angabe in Kilogramm hingegen ist für technische Berechnungen, wie die Effizienz von Heizsystemen, nützlicher.
  • Standardisierung und Vergleichbarkeit: Die Angabe des Brennwerts in beiden Einheiten ermöglicht es, verschiedene Holzarten und Lieferformen (z.B. lose geschüttet, gestapelt, in Säcken) standardisiert zu vergleichen. Dies hilft Verbrauchern, eine fundierte Entscheidung zu treffen, basierend auf dem tatsächlichen Energiegehalt und dem benötigten Lagerplatz.

Durch die Bereitstellung beider Werte können Verbraucher und Fachleute den Brennwert von Holz umfassender verstehen und ihn auf ihre spezifischen Bedürfnisse und Anwendungen anpassen.

Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert

Der Heizwert, auch unterer Heizwert genannt, unterscheidet sich vom Brennwert, indem er die Energie, die zur Verdampfung des Wassers im Holz benötigt wird, nicht mit einrechnet. Daher ist der Heizwert immer niedriger als der Brennwert. Für praktische Anwendungen, insbesondere bei der Beurteilung der Effizienz von Heizsystemen, ist der Heizwert oft die relevantere Größe.

Unsere Empfehlung

Wählen Sie passende Holzarten

Für langes und gleichmäßiges Brennen sind Harthölzer wie Buche, Eiche oder Esche zu empfehlen. Diese Holzarten haben höhere Dichten und bieten einen höheren Brennwert. Für ein schnelles Anheizen können Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer nützlich sein, sie brennen jedoch schneller ab.

Mischholz kaufen

Anstelle von zwei einzelnen Lieferungen, bieten Händler auch die Möglichkeit an Mischholz zu erwerben. Dies bedeutet, dass Sie sowohl Weichhölzer für schnelles Anheizen als auch Harthölzer erhalten.

Achten Sie auf den Trocknungsgrad

Wählen Sie ofenfertiges Holz oder kammergetrocknetes Holz, da diese eine niedrige Restfeuchtigkeit aufweisen und somit effizienter und sauberer verbrennen. Holz mit einer Restfeuchtigkeit von unter 20% ist ideal.

Berücksichtigen Sie den Verwendungszweck

Wenn Sie Holz für einen Kamin oder Ofen in Ihrem Wohnraum verwenden, könnten Sie Holzarten wie Birke wählen, die einen angenehmen Duft abgeben und eine schöne Flamme erzeugen. Birke können Sie sogar frisch verbrennen. Für Heizzwecke in Heizanlagen sind effiziente und langbrennende Harthölzer eine bessere Wahl.

Lagerung und Pflege

Stellen Sie sicher, dass Sie das Brennholz richtig lagern. Es sollte trocken, belüftet und vor Witterungseinflüssen geschützt sein. Dies erhält die Qualität und den Brennwert des Holzes.

Denken Sie an die Umwelt

Versuchen Sie, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu beziehen. Dies stellt sicher, dass Ihr Brennholz nicht nur effizient, sondern auch umweltfreundlich ist. Bevorzugen Sie Holz, das in Ihrer Region verfügbar ist. Dies reduziert Transportkosten sowie CO2-Emissionen und unterstützt lokale Wirtschaftskreisläufe.

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